Hände auf der Computertastatur

Wissenbilanz-Gender-Diversität ...

von Elke Szalai(Kommentare: 0)

... wurden diese Woche ergänzt (in meinem Kopf) um den Begriff "Intersektionalität". Dieser wurde auf der Tagung in Salzburg, bei der ich einen Workshop zum Instrument Wissensbilanz durchführen konnte, aufgeworfen, aber nicht erfüllend diskutiert. Es stellt sich die Frage, ob es, wenn zu Unterschieden, Gleichheiten, Differenzen, Identitäten ... im Bildungsbereich - in diesem Fall Ausbildung von Lehrer.innen - debattiert wird,(schon) wieder einen neuen Begriff braucht. In den Zwischendurchgesprächen wurde rasch deutlich, dass auch die Tagung keine Erhellung des Begriffs bringen konnte oder kann - eigene Vertiefung ist gefragt. Was ist das also, diese Intersektionalität? In diesem Text findet sich diese Definition „Unter Intersektionalität wird dabei verstanden, dass soziale Kategorien wie Gender, Ethnizität, Nation oder Klasse nicht isoliert voneinander konzeptualisiert werden können, sondern in ihren ‚Verwobenheiten’ oder ‚Überkreuzungen’ (intersections) analysiert werden müssen. Additive Perspektiven sollen überwunden werden, indem der Fokus auf das gleichzeitige Zusammenwirken von sozialen Ungleichheiten gelegt wird. Es geht demnach nicht allein um die Berücksichtigung mehrerer sozialer Kategorien, sondern ebenfalls um die Analyse ihrer Wechselwirkungen“ (Walgenbach 2012: 81).

So, für den Schulalltag bedeutet das natürlich, das genau diese Überschneidungen den Fokus von ausschließlicher Konzentration auf "Gender" auf die Vielfalt im Klassenraum lenken können und sollen. Wie diese erkannt, ihnen begegnet werden kann, diese aufgelöst oder einfach nur wahrgenommen werden, bleibt auch nach zwei Tagen Auseinandersetzung mit dem Begriff offen. In Deutschland gibt es zu diesem Thema ein eigenes Portal, auf dem sich Schlüsseltexte finden. Diese in der nächsten Zeit zu lesen und zu analysiern und in die eigene Praxis überzuführen ist der Plan von Planung&Vielfalt. Denn Ausblenden geht nicht bei einem so wichtigen Begriff, der soviele Bereiche der Beratung berührt, jedoch soll auch kritisch hinterfragt werden, welche Handlungsansätze für die Praxis sich aus den umfassenden Theorien finden lassen.

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