Hände auf der Computertastatur

Letzter Konferenzbesuch vor der Sommerpause

von Elke Szalai(Kommentare: 0)

in der Berufsbildungsforschung hat mich in den mehr als 12 Jahren Selbstständigkeit über die höheren technisch-gewerblichen Schulen bis zu den BAKIPs geführt. Die Geschlechterverhältnisse in beiden Schulformen sind uns allen bekannt - Seggregation je nach Schultyp. Die großen Anstrengungen diese Tatsache zu ändern, die Projekte, die vor allem durch Gender Mainstreaming angestoßen wurden, haben uns "Veränderungen im 1 bis 2 Prozentpunktebereich gebracht" so eine Expertin in einem Themenforum auf genannter Konferenz. Ja, diesen Eindruck habe ich auch, jedoch andere Befunde, die ich zur Debatte gestellt habe in "meiner" Papersession. Meine Arbeit mit vielen Gruppen und der Einsatz unterschiedlicher Medien haben mich angeregt, stärker auf unsere Gesellschaft, auf Werbung, Kinderspiele, Flyer und Folder von Ausbildungsstätten zu schauen, die  unsere Bemühungen nach Aufhebung der starken Geschlechterseggregation nicht unbedingt unterstützen. Klassische Männer- Frauenberufen, stereotype Darstellungen von Personen nach Geschlecht begegnen uns - aber vor allem auch unseren Kindern, Schülerinnen und Schülern. Eine noch so engagierte Berufsorientierungsphase in der Sekundarstife 1 arbeitet hier eher gegen Windmühlen.

Besonders spannend war auf der Konferenz auch die Experten/innenrunde, bei der unter anderem eine Publikationspflicht für Auftragsforschungsarbeiten gefordert wurde, um Erkenntnisse besser zu teilen, rascher zu vernetzen und nicht immer wieder neu zu forschen zu beginnen. Ich denke auch, dass ein kontinuierlicher Austausch zwischen uns allen Aktiven das Thema Berufsbildungsforschung (und Gender) rascher und fokussierter voranbringen könnte. Wir kennen das ja alle, Literatursuche führt uns oft zufällig auf graue Literatur von Kolleginnen und Kollegen.

Es war meine erste Teilnahme an der Berufsbildungsforschungskonferenz und diese hat mich sehr inspiriert, die berufsbildenden Schulen noch genauer zu betrachten und deren Wert für die Entwicklung von Berufen und vor allem auch von Berufsbildern zu erkennen. Entwicklungen Richtung Industry 4.0 / x.0 brauchen neue Vorstellungen und Bilder von Berufen und auch hier gilt, diese realistisch und kommunizierbar zu machen. Die vertiefende Reflexion mit meinen persönlichen Tagungsergebnissen steht noch bevor, den ersten Eindruck gibt es einmal hier.

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