Hände auf der Computertastatur

Frauentag 2015... auch schon wieder Geschichte

von Elke Szalai(Kommentare: 0)

Der internationale Frauentag ist auf einen Sonntag gefallen. Die Wochenendzeitungen waren somit voll von Daten&Fakten, Veranstaltungen waren meist am Freitag. Die Daten&Fakten sind genauso wenig erfreulich, wie in den letzten Jahren. Es stellt sich also die Frage, warum nichts vorangeht. Politik und Verwaltung haben einige Rahmenbedingungen geschaffen - wie Gender Budgeting oder Frauenförderpläne, Förderinstrumente und wirkungsorientierte Haushaltsführung. Aber irgendwie kommen diese nicht in der Öffentlichkeit an und entfalten wenig spürbare Wirkung.

Die Frauentagsveranstaltung in Wiener Neustadt zum Thema Frauen und Bildung brachte ähnliche Befunde. Die Eröffnungsrednerin hat die brandaktuelle Studie des WIFO "Gleichstellungsindex Arbeitsmarkt" präsentiert. Die Experten/innenrunde konnte viele eigene Erfahrungen in der Beratung bzw. als Lehrende an Schulen einbringen. Deutlich wurde, dass die Debatte um Frauen&Bildung soviele Facetten hat, dass es keine Standardlösung gibt. ABER die Ungleichbewertung der Erwerbs- und Versorgungsarbeit, die fehlenden guten Betreuungsplätze für Kinder und das wenig durchlässige Bildungssystem wurden aus dem Publikum ebenso als kritische Aspekte benannt, wie von den Experten/innen.

Eine erfreulicher Ausblick ist jedenfalls, dass es geplant ist, weitere lokale Vernetzung zwischen den Akteuren/innen zu lancieren - um nicht "nur" einmal im Jahr zum Frauentag zusammenzukommen. Nutzen von Know-how und Erfahrungen können auch helfen, die vielfältigen Probleme mit vielfältigen Angeboten anzugehen. So können vielleicht auch technische Innovationen mit sozialen verbunden werden, um die Ungleichheiten zwischen technischen und sozialen Berufen kleiner zu machen. Wir sind gespannt!

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