Hände auf der Computertastatur

Back in office

von Elke Szalai(Kommentare: 0)

Inspiration gab es auf vielen Ebenen. Gedanken, Ideen werden im Zuge der Nachbereitung des Workshops sortiert und in das Projekt einfließen. Hier mal erste Eindrücke! Zusammenarbeit über Sprachgrenzen hinweg ist herausfordernd, entschleunigt aber auch. Übersetzerin war einige Male ordentlich gefordert, wenn Emotionen in eine Diskussion zu einer Ergebnispräsentation kommen. Da wird´s dann gleich schnell und laut und es geht albanisch, deutsch und englisch durcheinander. Zuhören und sich zurücknehmen ist dann wieder gefragt.

Inhaltlich haben die Teilnehmenden nur am Beginn des Workshops drei Inputs bekommen - dann waren sie dran. Die Genderanalyse der eigenen (technischen-berufsbildenen) Schulen haben ganz ähnliche Befunde gebracht, wie wir aus Österreich mitgebracht haben. Umso technischer, umso weniger Schülerinnen, Konkurrenz in der Anwerbung von Schüler.innen durch die AHS und vieles mehr. Interessant war jedoch, dass viel mehr Lehrerinnen in technischen Fächern unterrichten als uns von den HTLs bekannt ist.

Die Genderanalyse von Berufsbildern in Spielen, Printwerbung und Schulflyern hat allen Spaß gemacht. Bei der Präsentation der Ergebnisse wurden erstmals so richtig kulturelle Unterschiede deutlich. Schaffnerinnen in Albanien kann es gar nicht geben, da es keine Züge gibt - das Berufsbild in einem Kinderspiel wurde ganz anders erkannt und eingeschätzt als in österreichischen Seminaren. Auch der Beruf der Kindergärtnerin wurde nicht erkannt. Die mit dem Kind spielende Frau wurde als Mutter eingordnet. Die Interpretation der Anwerbung von Schüler.innen hat auch andere Blicke als, die mir aus Workshops gewohnten gezeigt. Ergebnisse gibt´s erst nach der Gesamtauswertung, aber der Eindruck war ein ganz anderer.

Wir haben aber nicht nur gearbeitet, sondern gemeinsam gefeiert! Bei einem wunderbaren Abendessen mit Tanz wurde alles gleich viel weniger ernst! Tirana hat sich von seiner Sonnenseite gezeigt und für mich als Planerin spannende Orte parat. Gerasterte Innenstadt mit tollen modern angelegten Grünanalgen, die intensiv genutzt werden und tolle Blickachsen ermöglichen, waren besonders beeindruckend. Der viele, viele MIV war eher erschreckend - wobei es ja außer Bussen keinen ÖPNV gibt. Da gäbe es auch einiges aufzuholen. Das Projekt geht noch bis 2017 - es wird vermutlich noch die eine oder andere Reise nach Tirana geben - eine freundliche und mediterrane Stadt mit viel Sonne und wunderbaren Temperaturen um Ende Dezember auf Erkundungstour zu gehen.

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